Zu meiner Person – Margot R. Dimi

Portrait von Margot R. DimiIch bin im Waldviertel, an der tschechischen Grenze aufgewachsen und zur Schule gegangen. Damals gab es noch den eisernen Vorhang. 1986, als dieser Vorhang arge Risse bekam, maturierte ich und ging nach Wien um zu studieren. Mit mir und dem Finden meines persönlichen Weges beschäftigt, bekam ich die Tragweite der politischen Veränderungen nur am Rande mit. Das Publizistikstudium verlief nach dem 1. Diplom und mit ständig wechselndem Zweitfach im Sande. Ich folgte sinngemäss dem Spruch, den einer der Lektoren getätigt hatte: Das Publizistikstudium schliessen nur jene ab, die an der praktischen Ausübung scheitern.

Auf ins Berufsleben!

Nach einem kurzen Ausflug in die Bürotätigkeit, in der ich den praktischen Umgang mit dem PC lernte durfte ich 1991 im AT-Verlag erstmals Redaktionsluft schnuppern. In einem technischen Fachverlag war es damals noch sehr ungewöhnlich als Frau nicht im Sekretariat oder Anzeigenverkauf tätig zu sein sondern als Redakteurin.

Ab 1992 wechselte ich in die Produktion wo ich die Anfänge von Täglich Alles und News miterleben durfte. Das war eine wirklich aufregende Zeit! Eine Tageszeitung in Farbe war damals mehr als revolutionär und das ganze von der technischen Seite miterleben zu dürfen war einfach toll!

1994 ging ein Jugendtraum in Erfüllung

profil rief an und Hr. Czernin war von meinem schon zu dieser Zeit sehr buntem Lebenslauf so angetan, dass er mich vom Fleck weg für die Redaktion der Film- und Fernsehbeilage Guide engagiert! Endlich war ich da, wo ich immer hin wollte, doch das Glück währte nur kurz. Die Beilage wurde nach ca. einem Jahr ziemlich plötzlich eingestellt und fast die ganze Belegschaft gekündigt.

Zeit für eine Neuorientierung, ich wagte 1995 den Schritt in die Selbständigkeit und es blieb spannend. Mit DTP/Graphik beginnend kam sehr bald Internet mit all seinen Facetten dazu. Bald führte der Bogen auch wieder zurück zum Text, hauptsächlich in Form von Kurztexten für Homepages und Social Media.

Es muss mehr geben, als Computerarbeit

2015/16 stand im Zeichen der Weiterbildung. Manuelles und energetisches Arbeiten ganz ohne Computer erweckte mein Interesse. Ich arbeite mit Hunden, die mich seit 2001 begleiten, und Pferden, die nach langer Abstinenz wieder in mein Leben kommen. Ein lange gesuchter Ausgleich zur Bildschirmarbeit war gefunden. Ebenfalls 2016 entdeckte ich die Freude am Schmuck tragen wieder und befasste mich mit Direktmarketing für PIPPA&JEAN. Mitte 2017 hatte ich also einen wunderbaren Bauchladen mit Tätigkeiten, die sich nur schwer miteinander vereinbaren liessen.

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

Heute weiss ich, dass die Suche nach Veränderung nicht (nur) den beruflichen Teil meines Lebens betraf sondern tiefer ging. Nach der Trennung von meinem Mann stellte ich konsequenterweise alle Lebensbereiche in Frage, zog mich zurück und suchte professionelles Coaching, den klärenden Blick von aussen. Am Ende eines sehr intensiven Sommers wollte Coach Margit ein schriftliches Konzept von mir, in dem ich die einzelnen Bereiche meines Bauchladens gewichtete. Denn irgendwie schwante mir schon, dass ich mit je 1/3 Text, Schmuck und Tiermassage bei ihr nicht durchkommen würde.

Zeitgleich entdeckte ich Profiler Suzanne im Netz und blieb an diesem Video hängen:

Ich fing an, mir zu Punkt 1 – dem Sinn des Lebens Gedanken zu machen. Was war meine Gabe, die mich bereits mein Leben lang begleitete? Was war der rote Faden, der sich durch mein Leben zog? Die Antwort aus dem Bauch war sofort da. Doch der Kopf überprüfte die Antwort in den kommenden Tagen bis zum nächsten Coaching Termin gründlich.

Die Schlüsselfrage

Genauso gründlich zerpflückte Margit mein Konzept und stellte mir die Schlüsselfrage: „Margot, was willst du wirklich?“ Ich holte tief Luft und sagte den Satz, den ich mir in den letzten Tagen als Essenz meiner Sinnfrage erarbeitet hatte:

Der Sinn meines Lebens ist es zu schreiben um Menschen zu unterstützen und dadurch die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Margit war begeistert, und mir fiel ein Stein vom Herzen. Schreiben war immer da. Schon vor der 1. Klasse Volksschule wollte ich Lesen und Schreiben lernen. Nach der Matura studierte ich Publizistik um Schreiben zu meinem Beruf zu machen und arbeitete bald als Redakteurin. Doch dann liess ich mich mit Ende 20 vom Weg abbringen. Schreiben wurde zum Beiwerk degradiert. Ich arbeitete grafisch – und machte den Text mit. Ich erstellte Webseiten – und machte den Text mit. Ich arbeitete mit Facebook – und machte den Text mit. Ich massierte Tiere und fing an, darüber zu schreiben. Selbst über den Direktvertrieb fing ich an zu schreiben. Schreiben führte zwar ein Schattendasein, war aber immer da.

Eine Reise endet, eine neue Reise beginnt

2017 endet nun also eine zwei Jahrzehnte lange Reise zu mir selbst. Gleichzeitig beginnt eine neue Reise als Texterin und Bloggerin. Ich brenne darauf, endlich das zu meinem Lebensmittelpunkt zu machen, was immer da war: Schreiben! Gleichzeitig danke ich ganz besonders allen, die mich in den letzten Wochen und Monaten begleitet haben. Die mich in persönlichen Gesprächen oder auch mit Videos unterstützt haben. So durfte ich zu der Ruhe kommen, die notwendig war, um darüber ins Reine zu kommen, wohin die neue Reise geht.

 

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